Aus der Geschichte unserer Kirche

1417 Erste urkundliche Erwähnung: Nach Hans Wohlrab (Schönwalder Heimatbuch) ist eine Kirche in Schönwald erstmals erwähnt worden.

1528 Einführung der Reformation, erster evang. Gottesdienst in deutscher Sprache.

1586 Einbau einer Turmuhr

1680 Vergoldeter Taufengel (heute rechts vom Chorraum)

1743 Vergrößerung der Kirche, der barocke Turmhelm wird dem Turm aufgesetzt.

1753 Kanzelaltar mit den 4 Evangelisten. Es gibt zwei kleine Emporen hinter dem Altar.

1832 aus der Filialkirche von Selb wird eine eigenständige Pfarrkirche

1839 der erste Pfarrer von Schönwald wird ernannt.

1909 werden Querschiffe eingebaut, die Kanzel an den Chorbogen verlegt, die Emporen hinter dem Altar beseitigt, in den Altar das Bild von Jesus und Petrus eingefügt und die Baronsloge auf die Nordseite verlegt.

Die Kirche erhält ihr heutiges Aussehen.

Am Tauftag Martin Luthers, dem 11. 11. 1909 wird die Kirche von Oberkonsistorialrat Beck aus Bayreuth geweiht. Bis heute feiern die Schönwalder die Kirchweih am zweiten Sonntag im November.

1942 werden Glocken für Rüstungszwecke abtransportiert.

1950 Ankunft der neuen Glocken, feierliche Weihe.

1980 Außen– und Innenrenovierung.

Bei der Ausschachtung für die neue Heizung wird eine Gruft entdeckt mit Grabplatten aus dem 30jährigen Krieg.

Neben einer umfangreichen Altarrestaurierung muss die Kirchenheizung ersetzt werden. Die Kirchengemeinde  hat dafür mehr als 50.000.- € aufzubringen.

 

Lustiges aus der Kirchenhistorie

Als noch ein Selber Caplan für die gottesdienstliche Versorgung in Schönwald zuständig war, beschwerte der sich, dass sein Reittier zwar Futter bekam, er aber nicht versorgt wurde: „In Schönwald sei ein unvernünftiges Reittier mehr geachtet, als ein Messpriester.“

1834 wurde ein Totengräber in der Kirchengemeinde angestellt: „um den schädlichen Missbrauch der Beerdigung durch Verwandte und andere beliebige Personen abzuschaffen.

1875 urteilte das Consistorium (Kirchenaufsicht): Der Kirchenbesuch ist geringer, die Abendmahlsgäste haben abgenommen, das Schnapstrinken überhandnehmend, die Zuchtlosigkeit der Jugend ist groß, wilde Ehen häufig, Holzdiebstahl gewöhnlich. Fazit: Wahrlich ein Ackerland, das der Teufel besät hat.

1907: Der Kirchenvorstand hat beschlossen, in Zukunft die Teilnahme an Trauungen seitens Schaulustiger mit einem Eintrittsgeld von 20 Pfennigen zu belegen.